Wie du Naturseife selber machen kannst!

Was du alles wissen musst, wenn du Naturseife selber machen möchtest.

Seifen und Shampoos aus dem Supermarkt oder aus der Drogerie enthalten eine Vielzahl chemischer Bestandteile. Das geht auch anders! Frei von chemischen Zusatzstoffen, viel gesünder für die Haut und gleichzeitig umweltschonend sind Naturseifen. 

Diese kann man kaufen oder mit seinen Lieblingszutaten selbst herstellen. Das ist gut für die Umwelt, weckt die Kreativität und bereitet vor allem viel Spaß.

Naturseife selber machen - auf den Spuren einer alten Kunst

Schon im 7. Jahrhundert entstanden in Ägypten und Griechenland erste Seifen. Alkalische Salze und Öle wurden gemischt und so lange gekocht, bis die Masse fest wurde. In Kombination mit Branntkalk wurde sehr feste Seife hergestellt. 

Schnell gelangte dieses Wissen auch nach Europa. Im Mittelalter entwickelte sich eine Seifensieder Zunft mit Hochburgen in Frankreich, Italien und Spanien. Zunächst verwendete ausschließlich der Adel das Luxusprodukt Seife zur Körperreinigung. Erst später erhielt auch das einfache Volk den Zugang.

Im 19. Jahrhundert wuchs der hygienische Anspruch und der Bedarf an Pflegeprodukten. Seifen konnten bereits industriell in großen Mengen hergestellt werden.

Handgemachte seifen für Haut und Haar

Seife wird meist zum Händewaschen und zur Körperreinigung verwendet. Doch Seife kann viel mehr! Neben der selbst gemachten Hautseife gewinnt Haarseife an Aufmerksamkeit. Immer mehr Menschen ziehen die Natürlichkeit und die ökologische Verträglichkeit der Bequemlichkeit vor und verzichten auf industriell hergestellte Shampoos. 

Selbst gemachte Haarseife ist frei von Silikonen, Parabenen und Tensiden. Sie enthält keine synthetischen Farb- und Duftstoffe.

Selbst gefertigte Naturseife für Haut und Haare punktet nicht nur mit ihren reinigenden und pflegenden Eigenschaften, sie kommt ohne Chemie und ohne Plastikverpackung aus. Wenn Sie Ihre Naturseife selber machen, entscheiden Sie allein über die Zutaten, die die Natur in einer großen Palette bereitstellt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Seife selbst herzustellen.

1. Seife gießen

Das Seifegießen ist die einfache Variante zur Anfertigung von Naturseife. Es ist ungefährlich und gut geeignet, um mit Kindern das Abenteuer des Seifemachens zu erleben. Seifegießen ist die perfekte Idee für unvergessliche Kindergeburtstage! Die Grundlage bildet eine sogenannte Basisseife. Im Fachhandel sind verschiedene Basisseifen erhältlich, die frei von Farb- und Duftstoffen sind. Wer möchte, kann alternativ handelsübliche Kernseife verwenden. Je nach Wunsch kann Basisseife mit Aromaölen, natürlichen Farbstoffen, Blüten oder Kräutern gemischt werden. Zahlreiche Gießförmchen stehen für dekorative Seifenkreationen im Handel bereit. Im Handumdrehen haben Sie ein individuelles Geschenk fertiggestellt. Übrigens, Seifenreste gehören nicht in den Müll. Sie können diese in kleine Stücke schneiden und zum Gießen neuer Seife verwenden!

Einfache Blütenseife

Du benötigst

  • Seifenreste oder Basisseife
  • getrocknete Blüten (zum Beispiel Lavendel, Kamille, Rosmarin)
  • Muffin- oder Pralinenförmchen aus Silikon
Naturseife selber machen

So einfach geht’s:

  1. Basisseife bzw. Seifenreste zerkleinern und in ein hitzebeständiges Glas füllen
  2. im Wasserbad erhitzen
  3. Blüten in die Muffinförmchen verteilen
  4. geschmolzene Seife in die Förmchen gießen
  5. abkühlen und aushärten lassen

2. Seife sieden

Das Seifensieden ist gegenüber dem Seifegießen nicht ungefährlich. Grund dafür ist die Verwendung von Natriumhydroxid (Ätznatron). Bei unsachgemäßer Verarbeitung und fehlendem Schutz sind Schädigungen der Augen und der Haut möglich.

Seife entsteht aus der Verbindung von Fettsäuren und Natriumhydroxid enthaltenden Lauge. Dieser Prozess wird Verseifung genannt. In Wasser gelöstes Natriumhydroxid ergibt eine Lauge. Zu dieser werden geschmolzene Fette zugefügt. Diese Mischung kann mit Kräutern, natürlichen Farbstoffen und anderen Zutaten verfeinert werden.

Öle und Fette

Die Öle und Fette sind es, die die Qualität der Seife bestimmen. Verschiedene Fette bewirken ganz unterschiedliche Eigenschaften.

Drei Beispiele:

  1. Olivenöl wird aufgrund seiner hautpflegenden Eigenschaften gern zum Seifemachen verwendet. Olivenölseife hat einen besonders milden, feinporigen Schaum.
  2. Kokosöl lässt Seifen mit einem üppigen Schaum entstehen. Um eine Austrocknung der Haut zu verhindern, sollte Kokosöl in Kombination mit Sonnenblumen- oder Distelöl verwendet werden.
  3. Kürbiskernöl ist aufgrund seiner ausgezeichneten Eigenschaften bei Seifenmachern beliebt. Es ergibt eine milde Seife mit sanftem Schaum. Seifen mit Kürbiskernöl sind sehr haltbar. Der typische Geruch des Kürbiskernöls nimmt bei längerer Lagerung ab.

Die Grundausstattung zur Seifenherstellung

Wer Naturseife selber machen möchte, braucht einen geeigneten Raum. Möglich ist die Herstellung in der Küche, jedoch sollte keinesfalls das normale Kochgeschirr verwendet werden. Alle Arbeitsflächen müssen mit Folie oder Zeitungspapier vor Verunreinigungen geschützt werden.

Du benötigst:

  • Schutzkleidung, Schutzbrille und Handschuhe
  • Küchenwaage
  • Messbecher – Thermometer
  • Laugenbehälter aus hitzebeständigem Glas oder Kunststoff
  • 2 bis 3 hitzebeständige Edelstahl-, Glas- oder Kunststoffschalen
  • Löffel
  • Schneebesen
  • Stabmixer
  • Messer
  • Spatel

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Was dich in diesem Kurs erwartet!

  • Eine umfangreiche Schritt für Schritt Videoanleitung
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