Kellerabdichtung innen - DIY

Wie geht's Kellerabdichtung von innen und was kostet es?

Die Beauftragung eines Handwerkers zur Kellerabdichtung kann schnell erhebliche Kosten nach sich ziehen. Summen im Wert über 20.000 Euro sind hier keine Seltenheit. Allerdings ist dies gar nicht unbedingt nötig. 

Den Keller selbst abzudichten ist nämlich durchaus möglich und gar nicht kompliziert. So können viele unnötige Kosten eingespart werden. Weitere nützliche Informationen bezüglich der Kellerabdichtung von innen findest du HIER.

Kellerabdichtung innen

Eine defekte Außenabdichtung ist häufig die Ursache dafür, dass der Keller feucht ist. Ein feuchtes Mauerwerk und ein unangenehmer Geruch sind gängige Indizien dafür, dass im Keller eine zu hohe Feuchtigkeit herrscht.

Allerdings kann der Keller von innen selbst abgedichtet werden, ohne, dass dafür ein großer Aufwand nötig wäre. Keller selbst abdichten innen ist eine einfache und günstige Möglichkeit, die zu hohe Feuchtigkeit aus den Kellerräumen zu verbannen.

Ein feuchter Keller ist besonders häufig bei älteren Gebäuden und Häusern ein Problem, da bei diesen die Vertikalsperre fehlt. So kann das Sickerwasser in das Mauerwerk eindringen und dort Schäden verursachen.

Der Wert eines Hauses kann dadurch immens sinken. Darüber hinaus ist ein feuchter Keller zum Wohnen nicht mehr zu nutzen.

Von außen ist es kaum möglich, den Keller in Eigenregie günstig abzudichten, da dies ein Aufgraben der Außenmauern bedeuten würde. Nur so kann eine defekte Außenabdichtung von der Sohlplatte repariert werden.

Zwar ist dieser Aufwand besonders im Hinblick auf die Gesundheit der Bewohner lohnenswert, allerdings scheuen sich viele Menschen vor dem Aufwand, der mit dieser herkömmlichen Abdichtungsart einher geht.

Keller selbst abdichten von innen ist eine gute Alternative

Das Abdichten der Kellerwand von außen ist häufig schlichtweg nicht möglich. Beispielsweise, wenn das Haus von einem großen Wintergarten oder umlaufenden Wegen eingezäunt wird. Allerdings besteht dann immer noch die Alternative, den Keller selbst abdichten von innen.

 

Natürlich müssen auch bei dieser Alternative mehrere Materialschichten aufgetragen werden. Sanierputz, flexible Spachtelmasse, Dichtschlämme und Grundierung wirken in der Regel zusammen, mit einer zusätzlichen diffusionsoffenen Farbe. 

So wird der Keller zwar von innen abgedichtet, allerdings kann Feuchtigkeit noch immer in das Mauerwerk eindringen, da die Ursache an sich noch immer nicht beseitigt ist. Damit die feuchten Wände weiterhin eingedämmt werden können, ist eine optimale Lüftung nötig.

Die Vorteile des Keller selbst abdichten von innen

Die innere Kellerabdichtung hat große Vorteile:

  • Das umgebende Gelände wird nicht von den Arbeiten berührt
  • Die Nachbarn werden durch die Maßnahmen nicht gestört
  • Die Kellerabdichtung von innen ist äußerst geräuscharm

Der größte Vorteil ist mit Sicherheit, dass kein Graben für die Arbeiten nötig wird. Dadurch, dass keine Erde abgetragen werden muss, halten sich die entstehenden Kosten in Grenzen.

So funktioniert die Kellerabdichtung von innen

Bevor der Keller selbst von innen abgedichtet werden kann, müssen die Räume zu erst ausgeräumt werden. Der Keller kann für die Zeit der Maßnahmen für die Abdichtung nicht in seinem herkömmlichen Umfang genutzt werden. 

Ein Nachteil besteht darin, dass die Bodenplatte und die Wände weiterhin feucht bleiben. Dadurch wird die Bausubstanz strapaziert. Auch bleibt die im Mauerwerk herrschende Temperatur durchweg niedriger, wenn darin Feuchtigkeit enthalten ist. Durch eine diffusionsoffene Wärmedämmung kann dieses Problem teilweise reduziert werden.

Allerdings gibt es auch praktische Komplett-Sets, die dabei helfen, den Keller selbst abdichten von innen ganz unkompliziert möglich zu machen. Hier bedarf es keinem Bohren und die entstehenden Verschmutzungen werden dadurch in Grenzen gehalten. Ebenfalls findet keine Injektion von Chemikalien in die Bodenplatte oder das Mauerwerk statt, da es sich nur um ein einfaches Aufsprühen des Mittels handelt. 

Der aufgesprühte Film ist bereits nach einer Zeit von nur zwei Wochen komplett in das Mauerwerk eingezogen und ausgehärtet. So erhält die Wand eine glasartige Struktur, die immer noch ausreichend atmungsaktiv ist.

Diese drei Schritte sind für die Anwendung des kompletten Sets nötig:

  1. Die Wand vorbereiten: Alle Unreinheiten müssen von der Wand entfernt werden. Hierfür wird ein Spachtel verwendet. Farbwände oder Putzunreinheiten dürfen nicht mehr an der Wand verbleiben. Löcher oder Risse werden mit einem Dichtungspuder geschlossen.
  2. Das Auftragen der Grundierung: Danach werden auf die gereinigte Wand zwei Chemikalien aufgesprüht, sodass diese gleichmäßig bedeckt ist. Zuerst erfolgt die Grundierung, danach das Finish.
  3. Einwirken und trocknen: Nach dieser Behandlung sollten die Wände für zwei Wochen in Ruhe trocknen gelassen werden. Die Sprays dringen in dieser Zeit in die Wand ein und härten dort aus. Danach ist die Abdichtung erfolgt.

Hier sind ein paar Preis-Beispiele

5 m² 10 m² 15 m² 20 m² 25 m² 30 m²

Mein Interview mit Frau Borrink von ThorProtect

Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben für meine Fragen.

Wie lange hält die Abdichtung?

Frau Borrink:
Einmal auftragen und die Wand ist für immer dicht. Thor Protect verringert das Porenvolumen, sodass Feuchtigkeit blockiert wird. Die entstandene Kristallisierung im Stein bzw. Beton sorgt für eine nachhaltige Abdichtung. Thors Wirkung ist unzerstörbar (außer durch mechanische Zerstörung wie brechen, stemmen, bohren).

Es gibt Fälle, in denen das Austrocknen von Thor bis zu 6 Wochen dauert. Das ist aber sehr selten.

Muss man in bestimmten Zeitabständen den Vorgang wiederholen?

Frau Borrink:
Nein. Thor wird beim Auftragen nach Anleitung nur einmal anzuwenden sein. Falls die Wand nicht abgedichtet sein sollte, einfach nochmal einsprühen. Dies kommt aber in den wenigsten Fällen vor.

Gibt es bei Problemen und Fragen, eine Support-Möglichkeit?

Frau Borrink:
Ja, ein Techniker steht bei Fragen gerne zur Verfügung.

Sind die Inhaltsstoffe für Allergiker getestet?

Frau Borrink:
Thor ist ungiftig, frei von Lösungsmitteln, umweltverträglich und atmungsaktiv. Thor ist zB auch Trinkwasser geeignet. Viele Allergiker sind begeistert.

Bleiben die Wände nach der Behandlung noch atmungsaktiv?

Frau Borrink:
Ja. Die Wände bleiben auch nach der Behandlung atmungsaktiv.

Was passiert mit der Nässe in der Mauer? Bleibt sie trotzdem vorhanden?

Frau Borrink:
Die Feuchtigkeit von außen wird natürlich auch weiterhin vom Mauerwerk aufgenommen, aber nur im äußeren Teil. Das Wasser oder die Feuchtigkeit gelangt nicht mehr ins Innere des Gebäudes oder Keller. Es steigt auch nicht hoch, weil es keine Aufsteigende Feuchtigkeit gibt. Trocknet das Erdreich ab, sinkt der Grundwasserspiegel oder Oberflächenwasser, welches in tiefere Schichten versinkt, trocknet auch die Wand äußerlich wieder ab und die Feuchtigkeit oder das Wasser verläßt den Stein oder die Wand wieder nach draußen.

Das gleiche passiert auch mit dem Rest des Hauses, wenn es Regnet nimmt die Hauswand auch immense Mengen an Wasser und Feuchtigkeit auf. Hört es auf zu regnen, trocknet auch Ihre Hauswand wieder nach ein paar Stunden je nach Wetterlage ab. Dieser Vorgang wiederholt sich zigtausend Male im Leben eines Gebäudes, ohne dieses zu schädigen. In der Erde ist der Vorgang genau der Selbe, dafür werden Häuser ja aus Stein gebaut.

Wenn die Erde in zwei Meter tiefe trocknet, dann trocknet auch das Mauerwerk im Erdreich. Bleibt das Erdreich feucht, bleibt auch die Mauer oder Wand im äußeren nicht imprägnierten Bereich feucht. Wir wollen, das kein Wasser oder Feuchtigkeit ins innere des Gebäudes oder des Kellers kommt, wir wollen nicht verhindern, das das Haus von außen nass wird.

Legen Sie einen Stein in eine Regentonne, er wird sich mit Wasser voll saugen. Wenn Sie den Stein wieder herausnehmen, was passiert dann mit der Feuchtigkeit im Stein ? Die Feuchtigkeit verläßt wieder den Stein, auf den selben weg, über den sie eingedrungen ist.